NOCH EIN BLOG?

Im Zeitalter des web 3.0 kann man sich fragen, ob es tatsächlich nötig ist, einen weiteren Blog ins Leben zu rufen. Jeder der glaubt, etwas zu sagen zu haben oder über etwas Bescheid zu wissen, läßt die Welt daran teilhaben. Die Technik macht es einfach. Kontrollen auf Plausibilität, Richtigkeit, Aktualität oder Nutzen finden nicht statt. Qualifizierungsschranken existieren nicht.

Das Ergebnis ist, daß das Wohnzimmer des nach brauchbaren Informationen Suchenden mit profundem Halbwissen überflutet wird. An allen Ecken und Enden schreien ihn veraltete Informationen und Meinungen an und ist man nicht auf der Hut, wird man auf der Suche nach Erkenntnissen bei jeder Gelegenheit mit falschem Wissen zugemüllt. „Es ist ein Jammer, daß die Dummköpfe so selbstsicher sind und die Klugen so voller Zweifel.“ wie Bertrand Russel schon sagte.

Eine zweite Welle, die seit einiger Zeit auf die im Internet surfenden wie ein Tsunami hereinbricht, sind die Blogs, mit denen die werten Schreiber versuchen, Geld zu verdienen. Es gibt durchaus qualitative Unterschiede zwischen den einzelnen Blogs. Am einfachsten zu erkennen sind die, bei denen die Urheber auf dummdreiste Art auf Bauernfängerei gehen. Sie bieten vordergründig tiefgründiges Wissen und Lernmaterial an, daß sich aber bei näherer Betrachtung eher als kleines Rinnsal denn als (mit)reißender Strom entpuppt. Das sich diese Blogs wie Viren vermehren muß bedeuten, daß es grundsätzlich eine Menge Lernwillige gibt, daß diese aber ihr Geld, leider ohne vorher sorgfältig nachzudenken, zu einfach an andere weiterverschenken. Nun, was soll ich sagen? Auch ich falle ab und zu noch auf solche Fata Morganas herein.

In schwachen Augenblicken macht es mich ein wenig neidisch, daß die Urheber dieser Verkaufsseiten verstanden haben, wie einfach es heutzutage in unserer Gesellschaft ist, an das hart erarbeitete Geld der anderen heranzukommen. In diesen Momenten ärgert es mich auch ein wenig, daß ich nicht bereit bin, meine Ansprüche, auf welche Art und Weise ich am (ökonomischen) System teilnehmen möchte, so tief zu schrauben.

Bei einer weit größeren Anzahl an Beiträgen, die so in den Suchergebnissen auftauchen, bekommt man beim überfliegen schon das Gefühl, daß da jemand versucht, um die Arbeit herum zu kommen oder sich in der Schattenwelt bewegt, die da Selbstständigkeit heißt. So findet man in tausenden und abertausenden Suchergebnissen dasselbe oberflächliche Geblubber, teilweise sogar wortgleich, und die Zeit verschwindet Tropfen für Tropfen unaufhörlich im schwarzen Schlund der elektronischen Tiefsee.
Es ist wie im wahren Leben. Nur ein paar ganz wenige Handverlesene bieten das, was man sucht: aktuelle Daten, qualifizierte Meinungen, gutes Lernmaterial und brauchbares Fachwissen. Sie zu finden bedarf einiger Übung und es bleibt zeitaufwendig, denn es ist wie die Suche eines einzelnen Tropfens im weiten Ozean. Aber die Investition lohnt sich! Hat man einen solchen Blog gefunden, merkt man sofort, da hat jemand Ahnung und es wird nicht nur einfach kopiert. Hier teilt jemand sein Wissen gern und freiwillig, weil er weiß, daß er es nur dadurch vermehren und sich weiterentwickeln kann. Man bekommt recht schnell das Gefühl, daß der Mensch hinter den Beiträgen liebt was er tut und daß ihm seine Leser wirklich am Herzen liegen.

Schlußendlich bleibt die Frage: „Braucht es also diesen weiteren Blog?“ Die Antwort auf die Frage kennen Sie bereits. Klar, denn sonst könnten sie diese Zeilen jetzt auch nicht lesen. Ja, das world wide web braucht den Blog von Kluge-Unternehmen. Unser bisheriger Erfolg zeigt, daß wir nicht nur dem Namen nach zu den Klugen gehören und wir nicht mehr zweifeln sollen. Wir sind uns im Klaren darüber, daß auch wir nicht alles wissen und nicht alles wissen können. Das aber, was wir unser Eigen nennen, seien es Produkte, Dienstleistungen oder Wissen, haben wir in unzähligen Situationen und mit vielen Menschen zusammen getestet und für unbedingt nützlich befunden und wir sind bereit, es zum Wohle aller zu teilen und es dadurch zu vermehren. Damit sich unsere ökonomischen und sozialen Strukturen zum Wohle aller weiterentwickeln können, braucht es mehr kluge Menschen und Unternehmen, die systemisch denken, verantwortlich handeln und ihr Wissen weitergeben. Wir nehmen unsere Aufgabe an und werden unser Bestes geben.
Wir lieben unsere(n) Beruf(ung) und unsere Geschäftspartner liegen uns am Herzen. Daher setzen wir all unsere Ressourcen für den materiellen und persönlichen Erfolg unserer Geschäftspartner, für Dich, ein. Wir werden erst dann zufrieden sein, wenn Du erreicht hast, was Du Dir vorgenommen hast. Dabei werden wir Dich nach allen Regeln der Kunst und mit all unserer Kraft und Liebe unterstützen. Versprochen!

Herzlichst, Ihr

Andre Kluge